Ringtraining
Damit Sie einen Hund bei
einer Ausstellung richtig präsentieren können, müssen sie lernen ihren
Hund richtig vorzuführen. Im Rahmen einer Ausstellung
werden dem Richter die Malteser im Ausstellungsring, der aber
eigentlich rechteckig ist, vorgeführt. Ausstellungen haben nicht nur
den Zweck einer Schönheitskonkurrenz, sie entscheiden auch zu einem
gewissen Grad über die zukünftige Qualität unserer Malteser. Gerichtet
wird nach den gültigen Rassestandards der FCI. Ziel ist es, unseren
Malteser dem Richter optimal zu präsentieren, um eine möglichst gute
Bewertung zu erhalten. Nur hingehen, den Malteser irgendwie hinstellen
und warten was passiert, reicht nicht! Aus diesem Grund, beginnend in
Amerika und Großbritannien, ist sogar ein Beruf entstanden, der mehr
oder weniger professionell Hunde vorführt. Man nennt das aus dem
Englischen kommend "handeln" bzw. die Ausführenden "Handler". Viele
glauben, dass in jedem Besitzer auch der beste Handler seines eigenen
Hundes steckt. Man muss es aber einerseits wollen und andererseits auch
an sich und seinem Hund arbeiten, d. h. genauso wie für andere
Prüfungen üben. Die
Aufgabenstellung ist, unseren Malteser so vorteilhaft zu präsentieren,
dass seine Vorzüge besonders zur Geltung kommen bzw. seine kleinen
Schwächen möglichst wenig ins Auge fallen. Sie selbst sollten die
Qualitäten Ihres Hundes am allerbesten kennen. Durch sein Auftreten im
Ring soll er ein positives Bild abgeben und ein sicheres Wesen erkennen
lassen. Der beste Handler agiert unsichtbar, d.h. er greift nur bei
Bedarf korrigierend ein, um so das bestmögliche Ergebnis in der zur
Verfügung stehenden Zeit (ca. 3-5 Minuten) herauszuholen. Denn der
Richter kann nur das beurteilen, was er sieht! Vergessen Sie nicht,
dass ein Hund, der im Ring ein weniger gutes Bild abgibt, weil es nicht
zuletzt am Ringtraining mangelt, noch selten gewonnen hat. Der Einfluss
von gekonntem Handling ist hier nicht zu unterschätzen. Der Richter
vergleicht die Qualitäten der ausgestellten Hunde mit dem Standard und
beurteilt sie dementsprechend im Verhältnis zueinander.
Besonders Erfolg
versprechend ist es natürlich, bereits mit dem jungen Malteser zu üben.
Erfahrene Aussteller werden dies in Eigenregie können. Neulinge finden
beim Ringtraining eine ideale Möglichkeit zum Üben und Erfahrungen
auszutauschen. Das Training sollte eher ein Spiel sein, besser kurz
aber öfters üben! Ringtraining ist keine Unterordnungsübung. Zeigen Sie
dem Hund liebevoll mit Ruhe und Konsequenz nur, was er tun und was er
lassen soll. Das Stehen ist sicherlich
die schwierigste Übung, wenn nicht schon im Jugendalter mit dem
Training begonnen wird. Der Hund wird so auf dem Tisch "aufgebaut",
d.h. in Position gebracht, wie es im Ring gefordert wird. Wenn sich Ihr
Malteser erst einmal daran gewöhnt hat und gleich so stehen bleibt, wie
Sie es durch das Korrigieren für richtig halten, ist es keine Hexerei
mehr. Steht Ihr Malteser nunmehr in der gewünschten Position, können
Sie Kopf und Rute in der vom Standard gewünschten Position halten. Der
Hund sollte einige Zeit ruhig stehen können, damit sich der Richter ein
Bild von allen Seiten machen kann. Außerdem sollte der Hund - ohne
Widerstand - eine Gebisskontrolle und bei Rüden eine Hodenkontrolle
über sich ergehen lassen. Gewöhnen
Sie Ihren Malteser von Anfang an eine Vorführleine. Üben Sie immer mit
der Vorführleine, so verbindet Ihr Hund: Vorführleine = Ringtraining =
Ausstellung. Wählen Sie die richtige Geschwindigkeit. Dabei soll der
Hund nicht ungestüm sein und das Ringtraining erkennen lassen. Gezeigt
werden soll ein freies, flüssiges Gangwerk. Haben Sie anfangs noch
möglichst ohne große Ablenkung geübt, so sollten Sie später dazu
übergehen, beispielsweise im Rahmen vom Ringtraining in der Gruppe, die
Ablenkung geradezu zu suchen. Bedenken Sie, was sich auf einer
Ausstellung im und um den Ring so abspielt. Vorteilhaft ist, wenn Sie
als Probe aufs Exempel und zum Angewöhnen, schon ein- oder zweimal in
der Jüngstenklasse ausstellen. Eine bessere "Übung" gibt es nicht.
|